Entscheidende Woche für Opel

Mo, 05/25/2009 - 15:12

Die Bundesregierung will bis zur Wochenmitte zu einer Entscheidung über den
Autobauer Opel kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte dennoch zu besonnenem
Handeln. Zwar ginge es darum Arbeitsplätze zu sichern, aber es gebe auch den
Anspruch, "den deutschen Steuerzahler zu schonen".

Unter Leitung von Merkel hat eine Ministerrunde im Bundeskanzleramt heute einen
Arbeitsplan verabredet. Ziel der Bundesregierung ist, zu einer Entscheidung zu
kommen, bevor die US-Regierung ein Insolvenzverfahren gegen den
Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) eröffnet.

Dabei geht es um das zukunftsfähigste Konzept für Opel, das möglichst viele
Standorte und Arbeitsplätze erhält. Freilich gilt auch weiterhin: Nicht die
Bundesregierung verkauft Opel sondern GM.

Bundesregierung prüft Konzepte für Opel

Ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der Traditionsmarke ist jedoch
unabdingbare Voraussetzung für öffentliche Finanzhilfen wie Bürgschaften.

Deshalb führe die Bundesregierung jetzt weitere Gespräche mit den Interessenten
an Opel, den Ländern mit Opel-Standorten, GM und der amerikanischen Regierung.
Dies kündigte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm an. Er sprach von einer
"entscheidenden Woche" für Opel. "Unser Ziel ist es, bis Mitte der Woche zu
Klärungen zu kommen."

Derzeit prüft die Bundesregierung die Konzepte von drei Interessenten: des
kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna, der italienischen Autofirma Fiat
und des amerikanischen Finanzinvestors Ripplewood.

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