Staatsministerin Maria Böhmer begrüßt Gerichtsentscheidung zu Kloster Mor Gabriel

Staatsministerin Maria Böhmer hat die Entscheidung im Rechtsstreit um Ländereien
des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel in der Südosttürkei außerordentlich
begrüßt. "Ich freue mich sehr über das Urteil in dem Rechtsstreit. Es ist ein
wichtiges und ermutigendes Signal für die Christen und alle anderen
nicht-muslimischen Minderheiten in der Türkei", erklärte die
Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Nach monatelangem Streit um
Ländereien des mehr als 1600 Jahre alten Klosters entschied jetzt ein Gericht in
der türkischen Kreisstadt Midyat zugunsten der Abtei und wies Gebietsansprüche
von drei benachbarten Dörfern ab. Staatsministerin Böhmer setzt sich seit langem
für eine Lösung in dem Rechtsstreit ein, die die Interessen der christlichen
Minderheit berücksichtigt. Zuletzt warb sie auf ihrer Türkei-Reise Anfang April
in Gesprächen mit Ministern der türkischen Regierung, u.a. dem damaligen
Innenminister Atalay und dem damaligen Staatsminister Simsek, für eine
entsprechende Einigung. Zudem erörterte sie das Thema mit Erzbischof Samuel
Aktas. "Ich werde auch die noch ausstehenden weiteren Verfahren um den Besitz des
Klosters intensiv beobachten. Der Rechtsstreit ist der Lackmustest für die
Religionsfreiheit in der Türkei. Es gilt, beim Schutz der Christen und der
anderen nicht-muslimischen Minderheiten Farbe zu bekennen. Reden und Handeln
dürfen nicht auseinanderklaffen", betonte Böhmer.

"Im Rechtsstreit um Mor Gabriel hat die Türkei die Chance, Signale der
Religionsfreiheit, der Toleranz und des Pluralismus auszusenden. Mit der
Gerichtsentscheidung sind die ersten Zeichen richtig gesetzt", so die
Integrationsbeauftragte.

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