Gewaltiger Elias in Minden

Di, 03/31/2009 - 14:07

Das Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen (JPON) brachte am
vergangenen Sonntag, den 29. März 2009 in der St. Marien-Kirche Minden gemeinsam mit den rund 150 Sängern der hiesigen Kantorei und Jugendkantorei unter der Leitung von Manuel Doormann das Oratorium "Elias" von Felix Mendelssohn-Bartholdy zur Aufführung.
Dirigent, Solisten, Chor und auch das JPON, das in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen feiert, überzeugten dabei in der zusätzlich bestuhlten Kirche so sehr, dass nach über 2 Stunden feierlich-festlicher Konzertatmosphäre der Applaus überschwänglich losbrach.
Auf Grund der fruchtbaren und kontinuierlichen Zusammenarbeit von Chor und Orchester, wurde das Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen noch am gleichen Abend von Kantor Doormann zu zwei weiteren gemeinsamen Projekten eingeladen.

Das Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen wurde 1989 gegündet und setzte sich zunächst aus den ehemaligen und „zu alt gewordenen“ Musikern des LJO Niedersachsens zusammen. Die Liebe zur Musik, die Freude am gemeinsamen Musizieren und der Ehrgeiz, große symphonische Werke auf die Bühne zu bringen – das verband die Musiker damals. Schnell sprach sich das musikalische Engagement und Niveau herum und lockt seitdem viele neue Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet an.

Die Musiker des Orchesters sind Landes- und Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend Musiziert“, studieren an Musikhochschulen und verfügen über eine ausgeprägte Orchestererfahrung. Aber nicht nur Schüler und Studenten prägen das Bild. Berufsmusiker mit einem festen Engagement in führenden deutschen Orchestern und Laienmusiker, die sich in der Berufswahl umorientiert haben, aber ihre Liebe zum Musizieren dabei nicht verloren haben, kennzeichnen diese „bunt“ wirkende Zusammensetzung.

Frei von der Routine eines professionellen Sinfonieorchesters stehen im Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen die Musikbegeisterung, der Gemeinschaftsgeist und die hohe Motivation jedes Einzelnen im Vordergrund – sie machen den einzigartigen Charakter dieses Klangkörpers aus. Nicht umsonst gilt es als eines der besten Ensembles dieser Art. Geprägt wurde dieser Zusammenhalt und das sich stetig steigernde Niveau durch das langjährige Engagement von Peter Kuhn, der dem Orchester 12 Jahre vorstand.

Die Konzerte des JPON´s sind das Ergebnis einer konzentrierten Probenarbeit. Den intensiven Orchesterproben mit dem künstlerischen Leiter des Orchesters gehen Stimmproben der einzelnen Instrumentengruppen voraus. Diese werden von qualifizierten Instru¬mental-Dozen¬ten – ausnahmslos Berufsmusiker – geleitet, die häufig selbst einmal Mitglied im Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen wa¬ren.

Die Arbeitsphasen und Konzertreisen organisiert ein aus dem Orchester heraus gewählter Vorstand, der, wie alle anderen Orchestermitglieder, ehrenamtlich arbeitet. Das Orchester tritt auf Einladungen von Kulturämtern, Festivals und anderen Konzertveranstal¬tern, aber auch als Eigenveranstalter auf. Die jungen Musiker möchten dabei nicht nur die Zuhörer erreichen, die regelmäßig Symphoniekonzerte besuchen, sondern auch ein neues Publikum für die symphonische Musik gewinnen. Daher finden die Konzerte oft an Orten statt, in denen Symphonien in großer Besetzung nicht regelmäßig auf dem Konzertprogramm stehen. Neben den symphonischen Projekten realisiert das Junge Philharmonische Orchester Nieder¬sachsen gemeinsam mit freien Chören, Stadt- und Kirchenkantoreien Konzerte mit Werken für Chor und Orchester.