Wiesbaden - Im ersten Quartal 2009 wurden dem Statistischen Bundesamt
(Destatis) rund 29 400 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet
und damit 1 200 Abbrüche weniger als im ersten Quartal 2008 (- 3,8%).

Knapp drei Viertel (73%) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche
durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15% zwischen 35
und 39 Jahren. Fast 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter. Bei den
unter 18-Jährigen (Anteil von gut 4%) ging die Zahl der
Schwangerschaftsabbrüche um 12% (- 177) im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahresquartal zurück. 41% der Schwangeren aller Altersgruppen hatten
vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.

Fast 98% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der
Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische
Indikationen waren in gut 2% der Fälle die Begründung für den Abbruch.
Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (73%) wurden mit der Absaugmethode
(Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei knapp 14% der
Schwangerschaftsabbrüche wurde das Mittel Mifegyne® verwendet.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant (97%), und zwar zu 79% in
gynäkologischen Praxen und zu 18% ambulant im Krankenhaus. Rund 6% der
Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie
nicht wohnten.

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