Ökonomie, Ökologie und Versorgungssicherheit müssen in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen

Anlässlich der aktuellen Diskussion um Konkurrenz zwischen Erneuerbaren Energien und Kernenergie erklärt der Koordinator in Energiefragen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Joachim Pfeiffer MdB:

Der Gasstreit zwischen Ukraine und Russland, die Achterbahnfahrt der Energiepreise und der Klimawandel zeigen: die Energieversorgung darf nie allein aus einer Perspektive betrachtet werden.

Ökonomie, Ökologie und Versorgungssicherheit müssen in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen. Das ist nur möglich, wenn der Energiemix so breit wie möglich ist.

Eine weitere Verschiebung des Energieträgermixes zu Gunsten von Erdgas durch Verzicht auf Kohle und Kernenergie erhöht die Abhängigkeit von Russland, die Preise steigen und eine Stromlücke wird wahrscheinlicher. Erneuerbare Energien werden, trotz des ehrgeizigen Ausbaus, auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein, diese Lücke allein zu schließen.

Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke stellen derzeit etwa 90 Prozent des Grundlaststroms zur Verfügung. Das ist die Mindestmenge an Strom die ständig - rund um die Uhr - zur Verfügung gestellt werden muss. Dafür sind die meisten Erneuerbaren Energien ungeeignet. Um Erneuerbare Energien mit ihren zum Teil stark schwankenden Leistungen voll zu nutzen, muss die Speichertechnologie quantitativ und qualitativ ausgebaut werden.

Nicht gegeneinander, sondern miteinander ist bei der Energieversorgung der richtige Ansatz. Statt die Energieträger gegeneinander auszuspielen, setzt die Union auf einen breiten Mix. Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke, Ausbau der Erneuerbaren Energien, Effizienzsteigerungen und Investitionen in moderne konventionelle Kraftwerke bieten die Chance, bis 2020 über 60 Prozent des Stroms C02-frei zu produzieren - und das unabhängig und bezahlbar.

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