Zunächst sind hierzu einige Dinge im Vorfeld zu erwähnen. 1. Man kann immer nur seinen eigenen Eintrag im Telefonbuch löschen, nicht den eines Anderen. 2. Ich kann auch nicht als Partner oder Ehepartner den Eintrag des Anderen einfach löschen, es darf nur derjenige sein, auf dessen Name der Eintrag läuft. 3. Es sollte stets die Schriftform zur Löschung des Eintrags verwendet werden. Die moderne Form ist heutzutage gern die E-Mail. Schön und auch möglich, sicherer ist jedoch der Brief. Die kostengünstige Variante ist noch immer das Fax mit dem Sendebericht als Nachweis. Der Gesetzgeber gestattet es. Zur Sicherheit sollte man ggf. das Faxprotokoll der Sendung aufheben. In dem Schreiben sollte der Absender und somit Inhaber des Telefonanschlusses stehen, die korrekte Adresse der Telefonfirma, bei der man den Anschluss hat. Hier spielt es keine Rolle, ob da ein Postfach als Anschrift steht oder die Straße mit Hausnummer. Es wird per Fax gesendet, die Faxnummer sollte stimmen. Im Brief selbst sollte stehen, zu wann man den Eintrag zu löschen wünscht, ob sofort oder „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ oder zu einem festen Termin. Das sollte vorab klar sein. Eine Fristsetzung, bis wann der Andere antworten soll, ist auch gut. So hat man eine gewisse Zeit, ca. 14 Tage Zeit, der Andere kann antworten und nach der verstrichenen Zeit hat man die Antwort oder auch nicht. Wenn nicht, kann man mahnen, bzw. freundlich erinnern, mit Bezug auf den ersten Brief. Kann ja mal passieren. 4. Sendet man die Kündigung des Eintrags per Brief, sollte er mindestens per Einschreiben/Einwurf und dabei mit Straße und Hausnummer geschickt werden. Ein Postfach ist keine zustellfähige Anschrift! Das ist dann schlecht. Natürlich rät sicher mancher dazu, die Kündigung per Einschreiben/Rückschein zu senden. Auch gut kostet nur mehr, aber man bekommt eine Bestätigung, dass der Brief auch wirklich ankam. Nur nicht bei wem. Das ist dann die Spitze. Man kann den Brief auch an eine bestimmte Person senden, wenn es einen Ansprechpartner gibt. D. h., dann wird dieser Einschreiben/Rückschein Brief persönlich zugestellt und der Empfänger muss auch persönlich unterschreiben. Ob das allerdings bei einer Löschung des Eintrags aus dem Telefonbuch vonnöten ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wie immer im Leben ist es eine Frage des Geldbeutels und der Betrachtung. 5. In der Kündigung des Eintrags muss man dem Telefonanbieter auch keine Begründung mitteilen. Jeder hat das Recht, sich ein- bzw. wieder austragen zu lassen. Am besten ist, man überlegt sich das sehr gründlich vor dem Eintrag, ob das wirklich sein soll. 6. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Das hat jeder schon mal gehört. Daher also auch bitte dann, nach der Löschung, das nächste Telefonbuch kontrollieren, ob der Eintrag auch wirklich gelöscht wurde, auch im Internet. Der Eintrag ist gelöscht, der Mensch froh und alles ist erledigt. Vielleicht sollte jeder für sich, bei Umzug, Einzug oder sonstigen Wohnungswechsel erst gründlich überlegen, ob jeder Fremde wissen muss, wie meine Telefonnummer lautet, wo ich wohne, also wie ich erreichbar bin. In der modernen Zeit, wo jeder ohnehin mindestens ebenso (zu) viel von sich preisgibt, weil es „in“ ist. Manchmal ist Weniger Mehr. Früher, auch es altmodisch zuging, schrieb man sich Briefe oder rief sich an. Heute kann jeder im Internet alles über den Anderen erfahren, ist bei etlichen Onlineportalen angemeldet und „postet“ das, was man gerade tut. Jeder, der es wissen will, weiß von dem Anderen alles? Warum? Ist das wichtig? Wofür? Die eigene Freunde haben die Telefonnummer oder sind irgendwie online erreichbar. Das Telefon, sprich Handy zum Anrufen geht auch immer, wenn es aufgeladen ist und man nicht im Funkloch sitzt.
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