Wiesbaden - Die Wirtschaft der zehn Staaten, die der Europäischen Union
(EU) am 1. Mai 2004 beigetreten sind, ist in den vergangenen Jahren
kräftig gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich
des fünften Jahrestages der EU-Osterweiterung mitteilt, lag das
preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt der zehn Länder 2008 in der Summe
um 22,5% höher als im Beitrittsjahr. Dieses Wachstum war deutlich höher
als in den fünfzehn älteren Mitgliedsländern, deren Bruttoinlandsprodukt
im gleichen Zeitraum um 8,3% zulegte, die deutsche Wirtschaft wuchs um 7,7%.

Das höchste Wachstum unter den neuen EU-Staaten erzielte die Slowakei.
Hier lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2008 um 35,8% über dem
Niveau des Beitrittsjahres. Am schwächsten war die
Wirtschaftsentwicklung in Ungarn, wo das Bruttoinlandsprodukt im
gleichen Zeitraum um 9,9% gestiegen ist. Dazwischen lagen die
Wachstumsraten von Malta (14,3%), Zypern (17,2%), Slowenien (22,2%),
Polen (23,0%), Estland (23,5%), der Tschechischen Republik (25,6%),
Lettland (30,3%) und Litauen (30,5%). Die aktuelle Wirtschaftskrise
setzt allerdings auch den neuen EU-Ländern zu: Überall schwächte sich
das Wachstum im Laufe des vergangenen Jahres deutlich ab und in vielen
Staaten schrumpfte die Wirtschaftsleistung Ende 2008.

Die Angaben basieren auf Daten von Eurostat, dem Statistischen Amt der
Europäischen Gemeinschaften. Mehr Informationen zu Europa und den
EU-Mitgliedsländern finden sich im Internetangebot des Europäischen
Datenservice unter www.eds-destatis.de.

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Manuel Wirsing,
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