„Essen wir uns zu Tode?! – Initiative ist gefragt!“
Hochkarätiger Beirat stärkt neue Initiative „Zukunft Ernährung e. V.“

München, 17. März 2009 – Wir lügen uns Tag für Tag in die Tasche,
zumindest wenn es um unsere Ernährung geht. Das ist das Ergebnis einer
repräsentativen Infratest-Umfrage, die von der neuen Initiative „Zukunft
Ernährung e. V.“ in Auftrag gegeben wurde. 86 Prozent aller Frauen und
Männer leben in dem festen Glauben, sie ernährten sich gesund – dies steht
im deutlichen Gegensatz zur Realität. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion
mit hochkarätigen Experten aus Medizin, Wissenschaft und Lifestyle wurden
diese Erkenntnisse ebenso wie die Visionen und Ziele der Initiative heute in
München vorgestellt.

Die stetig steigende Zahl an lebensstilassoziierten Zivilisationskrankheiten,
wie Herzinfarkt, Diabetes mellitus, Adipositas und Krebs macht nur zu
deutlich: es besteht dringender Handlungsbedarf. Das bestätigt auch Prof.
Dr. Dr. Karlheinz Schmidt, wissenschaftlicher Beirat der Initiative Zukunft
Ernährung: „Die Multimorbidität im Alter und der damit verbundene
Pflegenotstand werden uns überrollen, wenn wir nicht unseren Lebensstil,
d.h. Ernährung und körperliche Aktivität im Sinne der Krankheitsprävention
ändern“. Nach den Erfahrungen des Vorstandvorsitzenden der IPO
(International Prevention Organization) essen Männer und Frauen nämlich
im Hinblick auf den Energieverbrauch nicht nur zuviel, sondern auch das
Falsche. So werden trotz aller Aufklärung die empfohlenen Tagesmengen
an Obst und Gemüse unterschritten. Rund Dreiviertel aller Männer und
Frauen sind unzureichend mit Folsäure und Vitamin D versorgt, daher kann
man sie getrost als Mangelvitamine bezeichnen.

Keine Lust, keine Zeit, kein Geld

Zeitmangel, Geschmackvorlieben, fehlende Motivation und hohe Kosten
werden laut Infratest als Gründe für den Verzicht auf gesunde Ernährung
angegeben. „Der hohe Zeitaufwand kann kein Argument sein“, betont
Starkoch Holger Stromberg, der die Initiative ebenfalls als Beirat unterstützt.
Für Ernährungsspezialistin Dr. med. Stephanie Grabhorn sind die in der
Befragung genannten Argumente keine Überraschung. „Neben den Genen
bestimmen nämlich Verhaltensmuster, die uns schon in frühester Kindheit
antrainiert wurden, unser Essverhalten“, weiß sie. Rationale
Entscheidungen nehmen hingegen nur einen sehr geringen Einfluss auf die
Lebensmittelauswahl. Dr. Grabhorn: „Deswegen ist es so schwierig, das
Essverhalten eines Erwachsenen langfristig zu verändern.“ Die
oberflächlichen Informationen aus den Medien, mit denen sich die meisten
Deutschen über Ernährungsfragen informierten, könnten kein tiefer
gehendes Grundverständnis in ernährungsphysiologische Zusammenhänge
vermitteln, kritisiert die Expertin.

Preiswürdiges Engagement

Angesichts der bedenklichen Entwicklung gibt es bereits verstärkt staatliche
Initiative. Aber auch persönliches Engagement ist gefragt, so rief der
Unternehmer Dr. Kristian Glagau die Initiative Zukunft Ernährung e.V. ins
Leben. Unterstütz von hochkarätigen Experten aus Medizin, Wissenschaft,
Sport und Lifestyle, hat sie sich zum Ziel gesetzt das Bewusstsein für die
Bedeutung einer gesunden Ernährung zu schärfen. „Wissenschaftliche
Erkenntnisse im Bereich Ernährungsmedizin wollen wir ebenso fördern wie
alltagstaugliche Lösungsvorschläge“, erklärt der Gründer der Initiative Dr.
Kristian Glagau. Herausragende Leistungen und Projekte aus dem Bereich
Ernährung und Gesundheitsförderung werden künftig in besonderem Maße
gewürdigt und mit dem neuen Award Zukunft Ernährung ausgezeichnet.
Dieser ist mit 10.000 € dotiert und wird jährlich verliehen. Regelmäßige
Foren Zukunft Ernährung sollen den interdisziplinären Dialog zwischen
Wissenschaftler, Medizinern, Ernährungsexperten und der breiten
Öffentlichkeit anregen. Auch bestehendes Engagement wird unterstützt, so
werden für jedes der aktuell 16 Beiratsmitglieder jährlich 1.000 € für
gemeinnützige Projekte gespendet.

Aktuelle Informationen zur Initiative und ihrer Projekten finden sich unter
www.zukunft-ernaehrung.de.