Ein Krimi der leisen Töne

Fr, 04/03/2009 - 05:31

Auf Schießereien und Verfolgungsjagden verzichtet Carmen Mayer in ihrem neuerschienenen Krimi „EISWEIN“, nicht aber auf Recherche und Realismus.
Die Kommissare Braunagel und Schwarz arbeiten zwar engagiert, nicht aber spektakulär. Möglichst realitätsgetreu sind Ermittlungsmethoden und Vorgehensweisen im Krimi „EISWEIN“. Dazu hat sich Autorin Carmen Mayer um Unterstützung der Kriminalpolizei Ingolstadt bemüht. Mit Erfolg: Die Hinweise und Rückmeldungen waren so hilfreich, dass ein Krimi entstand, der aus dem Leben gegriffen sein könnte. „Der Leser soll mitdenken können“, so die Autorin, „und nicht durch eine haarsträubende Handlung hinausgeworfen werden.“
So wirft eine nackte Frauenleiche, die mit entstelltem Gesicht im Wald gefunden wird, zwar Rätsel auf, die sich aber im Verlauf der Ermittlung wohl begründet lösen.
Der Autorin gelingt es, alle losen Enden auf wunderbare Weise miteinander zu verknüpfen. Einzig Kommissar Braunagel und seine Vorliebe für Bienenstich mit Kaffee entzieht sich der Ergründung. Mehr Einblick ist in den beiden Fortsetzungen zu erwarten, die in Arbeit sind.
Leser mit höherem Realitätsanspruch können sich freuen: „EISWEIN“ ist jetzt erschienen.

Carmen Mayer: „EISWEIN“, Krimi, 156 Seiten, EUR 10,95
ISBN 978-3-941527-01-0, BOOKSun limited, Hamburg 2009
http://eiswein.booksun.de/

Carmen Mayer lebt als zuagroaste Württembergerin seit über 30 Jahren in Bayern.
Nach Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie in der Geschäftsleitung verschiedener Industrie- und Handelsbetriebe und war über zwei Jahrzehnte lang für deutsche Firmen als Einkäuferin in Nordamerika und Fernost unterwegs.
Ihre literarische Laufbahn begann sie auf verschiedenen Literaturforen im Internet. Inzwischen begleitet sie dort auch als Moderatorin den schriftstellerischen Werdegang ihrer KollegInnen.
Einige ihrer Kurzgeschichten wurden bereits in Anthologien verschiedener Verlage veröffentlicht, und jetzt stellt Carmen Mayer mit Eiswein ihr Debüt im Genre Kriminalroman vor.

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